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Thema des Monats:

Bradyrophes Training

Beim bradytrophen Training (Sonderform des Kraftausdauertrainings mit einer erhöhten Belastungsdauer von über 120 Sek. TUT (Satzdauer), um bradytrophe Strukturen (z.B. Knorpel) an kommende Belastungen zu gewöhnen; Einsatz hauptsächlich in der Sportrehabilitation) ist eine dynamisch-langsame bis zügige Bewegungsausführung wichtig, um den Gelenkstoffwechsel anzuregen.
Daher sollte die Bewegungsgeschwindigkeit eines Bewegungszyklusses ca. 3-4 Sek. dauern. Sowohl die konzentrische als auch die exzentrische Bewegungsphase sind gleich lang. Im Umkehrpunkt kann bei bestimmten Übungen wie z.B. Rückenstrecken eine kurze Bewegungspause (1 Sek.) stattfinden, um jegliches Schwungmoment zum Schutz der passiven Strukturen zu eliminieren.
Bei dieser Art der Bewegungsausführung wird gewährleistet, dass der Gesundheitssportler zu jedem Zeitpunkt der Bewegung das Gewicht muskulär kontrolliert. Im weiteren Verlauf des Trainings sollte die Pause jedoch wieder abgebaut werden, um unnütze Motoriken nicht zu verstärken. Obwohl das Gesetz des Schweizer Physikers Bernoulli besagt, dass die Belastung der passiven Strukturen bei langsamen Bewegungsgeschwindigkeiten größer ist als bei schnellen Bewegungsgeschwindigkeiten, ist eine kurze Pause im Umkehrpunkt der Bewegung aufgrund der sehr hohen Wiederholungszahlen und der vornehmlich geringen Gewichtsbelastung beim bradytrophen Training aus den zuvor genannten Gründen vertretbar.

 

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