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Begleitend oder nach ärztlicher Behandlung

Rückenschmerzen sind häufig: drei von vier Deutschen leiden mindestens einmal im Leben daran. Rückenschmerzen sind mit einem Anteil von 5-10% die häufigste Ursache für Arbeitsunfähigkeiten (Krankschreibungen).

"Der Kreuzschmerz ist die gesunde Antwort mündiger Bürger auf eine pathologische Leistungsgesellschaft"
(Dr. Wolfgang Bartel, Halberstadt; Schmerztherapeut und Sportmediziner).

Sorgen, Belastungen und Anstrengungen des täglichen Lebens sind nur zu verkraften, wenn Menschen durch Freude, Entspannung und Zeit für sich selbst wieder Kraft tanken können.

Leider achten viele Menschen mit funktionellen Beschwerden ihrer Wirbelsäule zu wenig auf diese Botschaft ihres Körpers. Sie haben verlernt, die schmerzhaften Signale des Körpers als einen Hinweis zu verstehen, dass hier Funktionsstörungen bestehen und auf Dauer zum Schaden führen können.

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  • Für Rückenschmerzen gibt es viele Ursachen – zum Beispiel:

Hexenschuss: Plötzliche Rückenschmerzen im unteren Rückenbereich und im Gesäß, der meist nicht ins Bein ausstrahlt. Zumeist wird der Hexenschuss durch eine falsche Bewegung ausgelöst. Es blockieren Wirbelgelenke, die zu schmerzhaften Muskelverspannungen und Rückenschmerzen führen. Die häufigsten Verursachungen werden durch Fehlhaltungen, abgenutzte Wirbelsäulengelenke sowie durch eine schwache und schlaffe Rückenmuskulatur ausgelöst.

Ischialgien (Ischias): Dies wird als lumbales Reizsyndrom bezeichnet. Die Rückenschmerzen entstehen in der LWS, häufig durch einen Bandscheibenvorfall oder eine -vortreibung verursacht, so dass eine Reizung einer oder mehrerer Nervenwurzeln ausgelöst wird. Hierbei zieht ein ausstrahlender Schmerz ins Bein, häufig bis in die Zehen. Es kann zu Gefühlsstörungen und Kraftverlust kommen.

Haltungsschäden: Hyperlordose, Hyperkyphose, Hohl-Rund-Rücken, Skoliosen, Flachrücken, Scheuermann´sche Krankheit usw.

Degenerationen: abgeflachte Bandscheiben, Arthrose usw.

Statisch-muskuläre Insuffizienz:Hierbei handelt es sich um Rückenschmerzen bei einer schwachen und schlaffen Rückenmuskulatur. Es kommt zu einem Verlust der Stabilität im Bereich der kleinen Wirbelgelenke. Dies muss durch eine verstärkte Muskelarbeit ausgeglichen werden und kann bei Dauerbelastungen zu schmerzhaften Muskelverspannungen führen.

Psychische Belastungen
Immer wieder wird vermutet, dass Menschen mit Rückenbeschwerden charakteristische Persönlichkeits- bzw. Verhaltensmerkmale aufweisen, die die Entstehung von Rückenschmerzen begünstigen. Der Zusammenhang von Wirbelsäule und Psyche ist in der deutschen Sprache auch deutlich dokumentiert: "hartnäckig" oder "halsstarrig" sein, "Jemandem das Kreuz brechen" bzw. "Jemandem den Rücken freihalten" sind nur einige Beispiele.
Rückenschmerzen stellen ein komplexes psychophysisches Geschehen dar. Zu den häufigsten Ursachen für eher schleichend beginnende Rückenschmerzen zählt eine lang anhaltende Anspannung der Rückenmuskulatur. Sie entsteht entweder durch biomechanische Belastungen, wie z. B. stundenlanges Sitzen in rückenbelastender Haltung oder durch seelische Belastungen ("Stress").

Bewegungsmangel und Fehlverhalten
Der Mensch braucht Bewegung - dafür ist er bestimmt. So ist verständlich, dass Probleme entstehen, wenn dieser Organismus nicht benutzerdefiniert verwendet wird. Es geht hierbei um die Gesundheit im Allgemeinen - nicht ausschließlich um Rückenschmerzen. Das Symptom Schmerz ist es, das uns vermitteln kann, dass wir uns außerhalb des grünen Bereichs bewegen. Und somit spüren wir, dass unsere Gesundheit gefährdet ist. Hier können Übungen zur Körperwahrnehmung helfen.

Unseren Rücken spüren wir, wenn Rückenschmerzen uns plagen. Aber im Grunde genommen plagen sie uns nicht, sondern wollen auf einen Missstand aufmerksam machen.

 

 

Viele Ursachen erfordern eine Hilfe auf verschiedenen Ebenen:

Spezielle Gymnastik bei Rückenschmerzen:
Wie beim Sport allgemein, wird hier die Beweglichkeit und Belastbarkeit von Muskeln und Gelenken durch gezielte Übungen verbessert. Übungen zur Körperhaltung runden die Übungen ab.

Rückenschule bei Rückenschmerzen:
Aufklärung und Verhaltenstipps für den Alltag, damit kritische Belastungen vermieden werden können. Die aktive Bewegung ist dabei die wirksamste Komponente.

Entspannung und Körperwahrnehmung bei Rückenschmerzen:
Durchführen und Einüben von Entspannungstechniken wie das autogene Training oder die progressive Muskelrelaxation, Entspannungshypnose, Übungen zur Körperwahrnehmung, Begradigungsenergie Reiki oder eine Wellness-massage.

Psychologische Beratung bei Rückenschmerzen:
Insbesondere bei unspezifischen und unkomplizierten sowie chronischen Rückenschmerzen können eine Reihe vielfältiger Beeinträchtigungen, Erlebnisse und Reaktionen dazu führen, dass Rückenschmerzen auftreten, sie verstärken oder sie aufrechterhalten. Hierbei können seelische Beeinträchtigungen, körperliche und geistige Probleme angegangen werden und positive, die eigene Persönlichkeit fördernde Sicht- und Verhaltensweisen trainiert werden

Lernen wir, zu verstehen, was unser Rücken uns mitteilen möchte!